Aktuelle Fragen und Antworten rund um den Glasfaserausbau
Stimmt es, dass der Bedarf an höherer Bandbreite wächst?
Ja. Telekommunikationsexperten sagen eine weiterhin wachsende Nachfrage voraus. Insbesondere die Anschlüsse die mehr als 250 Mbit/s bieten, werden verstärkt nachgefragt. Dazu zählen auch die Anschlüsse, die 1.000 Mbit/s ermöglichen. Diese Leistung kann nur ein Glasfaseranschluss erbringen.
Woher kommt der wachsende Bedarf?
Immer mehr Dienstleistungen und Angebote werden im Internet angeboten. So bieten Institutionen und Behörden ihre Leistungen zunehmend online an, Sprechstunden finden per digitaler Konferenz statt, sei es bei Ämtern, Ärzten, Anwälten und mehr. Insbesondere die Telemedizin ist ein Wachstumssektor (siehe auch weiter unten). Aber auch Bildungsangebote und nicht zuletzt Freizeitmöglichkeiten werden zunehmend digital. Wir streamen Fernsehbilder und Podcasts und spielen Online mit Freunden am anderen Ende der Republik – oder noch weiter entfernt. Dieser Trend zur Verlagerung ins Internet wird weiter zunehmen. Die weitere Digitalisierung der Republik ist ein erklärtes Ziel der Bundesregierung.
Was bedeutet das für mich als Internetnutzer?
Je intensiver die Nutzung, desto stärker sind unsere konventionellen Kupfernetze belastet. Für die weiter zunehmende Digitalisierung sind sie nicht ausgelegt. Das bedeutet: Normale Kupfernetze werden irgendwann zu langsam sein für die Anwendungen, die allerorten eingesetzt werden. Schon jetzt gehören Ruckeln und Verzögerung zu den Begleiterscheinungen beim Surfen in den niedrigen Bandbreiten. Wenn es dazu kommt, ist ein Glasfaseranschluss notwendig.
Seit einiger Zeit ist von Kupferabschaltung die Rede. Was steckt dahinter?
Es wird an Plänen für die Abschaltung von Kupfernetzen gearbeitet. Ziel ist es, die Digitalisierung weiter zu beschleunigen. Das soll dort passieren, wo es eine moderne Glasfaserinfrastruktur gibt, die den Bedarf besser und effizienter deckt. Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat im Oktober 2025 einen Eckpunkteplan für diese Abschaltung vorgelegt. Mehr Infos dazu finden Sie weiter unten.
Warum sollte ich nicht zu lange mit einem Glasfaseranschluss beeilen?
Sicher ist, dass die Politik den Wechsel hin zur Glasfaser beschleunigen will. Noch handelt es sich um Pläne, aber es wird wahrscheinlicher, dass die Abschaltungen schon vor 2028 losgehen. Es wird eine steigende Nachfrage geben, insbesondere dort, wo Glasfaser bereits in der Straße liegt und „nur noch“ die Hausanschlüsse hergestellt werden müssen. Dann kann es für Kunden hektisch und teuer werden, denn auch die notwendigen Kapazitäten im Bau und in der Technik müssen vorhanden sein. Und sie müssen bezahlt werden.
Die Zeit läuft: ein weiterer Grund, aktiv zu werden
Für den Glasfaseranschluss gibt es viele gute Gründe
Glasfaser ist die zukunftssichere Kommunikations-Technologie, die den weiter steigenden Datenmengen in Unternehmen, Institutionen und Privathaushalten gewachsen ist. Sie garantiert ruckelfreie Übertragung und ermöglicht den Sprung in neue digitale Anwendungen.
Nun gibt es einen weiteren guten Grund, sich zügig dafür zu entscheiden
Denn in der Politik wird inzwischen ernsthaft über eine Abschaltung alter Kupfernetze nachgedacht. Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat im Oktober 2025 einen Eckpunkteplan zur Abschaltung vorgelegt. Ziel ist es, durch einen beschleunigten Glasfaserausbau die Digitalisierung in Deutschland weiter voranzubringen. Der Hintergrund dieser Überlegungen: Nach aktuellen Schätzungen würde die Abschaltung des wenig effizienten Kupfernetzes frühestens 2028 beginnen – zu langsam angesichts der Notwendigkeit, mit der flächendeckenden Digitalisierung schneller voranzukommen.
Das Ministerium setzt dabei zunächst auf den freiwilligen Wechsel der Bürgerinnen und Bürger, sobald Glasfaser verfügbar ist. Je schneller die alten Kupfernetze „leergeräumt“ würden, desto weniger lohnt sich der Weiterbetrieb und die Netze werden abgeschaltet, so die Überlegung. Eine forcierte Abschaltung der Kupfernetze soll es dort geben, wo es trotz flächendeckender Versorgung mit Glasfaser gar nicht vorangeht. Drei Jahre nach der flächendeckenden Verfügbarkeit könnte es zu einer Abschaltung kommen, so ein Gedanke des Eckpunkteplans.
Auch bei einem forcierten Wechsel weg vom Kupfer soll es stets eine ununterbrochene Versorgung der Verbraucher zu angemessenen Preisen geben, betont das Ministerium.
Aber was bedeutet das für Endkunden?
Sicher ist, dass die Politik den Wechsel hin zur Glasfaser beschleunigen will. Noch handelt es sich um Pläne, aber es wird wahrscheinlicher, dass die Abschaltungen schon vor 2028 losgehen. Es wird eine steigende Nachfrage geben, insbesondere dort, wo Glasfaser bereits in der Straße liegt und „nur noch“ die Hausanschlüsse hergestellt werden müssen. Dann kann es für Kunden hektisch und teuer werden, denn auch die notwendigen Kapazitäten im Bau und in der Technik müssen vorhanden sein. Und sie müssen bezahlt werden. Noch werden die Pläne zwischen Politik, Unternehmen und Fachverbänden diskutiert. Aber es gibt gute Gründe, jetzt vor die Welle zu kommen.
Weitere Informationen findet man hier: https://bmds.bund.de/aktuelles/pressemitteilungen/detail/mehr-transparenz-und-planungssicherheit
Telemedizin profitiert
Allgemein gesprochen ist Telemedizin alles, was auf dem medizinischen Sektor mit Hilfe von digitalen Techniken ausgeführt oder unterstützt werden kann. Dabei geht es vor allem darum, Leistungen über räumliche Entfernungen oder auch mit zeitlichem Versatz zu erbringen. Das können zum Beispiel Video-Sprechstunden oder die Fernüberwachung von Gesundheitsdaten sein.
Insbesondere für ländliche Räume ist das ein großer Vorteil der Telemedizin. Sie spart lange Wege und Wartezeiten. Die elektronische Patientenakte, in der alle wesentlichen Daten gesammelt sind sowie der elektronische Arztbrief sind weitere nützliche Funktionen. Überall dort, wo große Datenmengen übermittelt werden müssen, ist ein stabiles und funktionierendes Kommunikationsnetz, also Glasfaser, vonnöten.
Das gilt auch für Aktivitäten, die im weiteren Sinn auch der Gesundheit zugutekommen, zum Beispiel Online-Reha-Maßnahmen, Sport- oder Yoga-Kurse. Alle diese Maßnahmen, die auf moderner Kommunikationstechnik aufbauen, tragen dazu bei, Gesundheit und Wohlbefinden zu stärken.
Experten gehen davon aus, dass der Bereich der Telemedizin in den kommenden Jahren weiter deutlich wachsen wird und eine immer wichtigere Rolle im Gesundheitswesen bekommen wird.